Landingpage für die Objektvermarktung: Warum die eigene Website nicht ausreicht

Albert Rossinski (B.Sc.)

Albert Rossinski (B.Sc.) · 2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Objektkampagnen sollten auf eine eigene Landingpage führen, weil die Unternehmenswebsite auf Navigation und Breite ausgelegt ist, die Landingpage aber auf eine einzige Handlung.
  • Das Anfrageformular der Landingpage ist gleichzeitig das Qualifizierungsinstrument: Welche Pflichtfragen dort stehen, bestimmt die Qualität aller eingehenden Anfragen.
  • Die Landingpage sollte unter dem eigenen Unternehmensnamen laufen, damit Sichtbarkeit und Markenwirkung beim eigenen Unternehmen bleiben und nicht bei einem Drittanbieter.
Inhalt

Objektkampagnen sollten auf eine eigene Landingpage führen und nicht auf die Unternehmenswebsite: Eine Website ist auf Navigation, Breite und Selbstdarstellung ausgelegt, eine Landingpage auf eine einzige Handlung, nämlich die qualifizierte Anfrage zu einem konkreten Objekt.

Das ist kein Design-, sondern ein Conversion-Thema. Dieser Artikel zeigt, woran es auf der Website scheitert und welche Bausteine eine Objekt-Landingpage braucht.

Was die Unternehmenswebsite leistet und was nicht

Ihre Website erfüllt viele Aufgaben gleichzeitig: Sie stellt das Unternehmen vor, zeigt das Portfolio, bedient Eigentümer, Käufer und Bewerber und dient als Referenz im Termin. Für diese Breite ist sie gebaut, und genau deshalb ist sie für den engen Zweck einer Objektkampagne die falsche Zielseite.

Wer aus einer Objektanzeige auf eine Startseite oder in eine Objektliste geleitet wird, muss selbst suchen, vergleichen und sich entscheiden. Jeder zusätzliche Klick und jede Navigationsmöglichkeit kostet Anfragen. Der Interessent kam mit Interesse an einem Objekt, nicht mit dem Wunsch, ein Unternehmen zu erkunden.

Die Bausteine einer Objekt-Landingpage

Eine Zielseite für ein konkretes Objekt oder Projekt kommt ohne Navigation aus und führt in einer Linie zur Anfrage:

  • Ein Aufhänger, der Lage, Objekttyp und Preisrahmen sofort erkennbar macht, damit Unpassende selbst abbrechen.
  • Der konkrete Nutzen für die Zielgruppe, etwa Energiekonzept, Grundrisssituation oder Renditeaussicht, statt allgemeiner Objektbeschreibung.
  • Vertrauenselemente, gerade bei Projekten in früher Bauphase: Wer baut, wer verkauft, wie läuft der weitere Ablauf.
  • Ein Anfrageformular mit Pflichtfragen und eine klare Aussage dazu, was nach dem Absenden passiert.

Aus der Fallstudienarbeit ist die Wirkung dieses Bausteins gut dokumentiert: Statt Interessenten auf eine allgemeine Unternehmenswebsite zu leiten, führt eine klar strukturierte Zielseite potenzielle Käufer gezielt zur Kontaktaufnahme.

Das Formular entscheidet über die Anfragequalität

Das Anfrageformular ist der wichtigste Teil der Seite, weil es zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllt: Es senkt die Hürde für ernsthafte Interessenten und filtert unverbindliche Kontakte aus.

Die Balance ist entscheidend. Zu wenige Felder erzeugen viele, aber leere Anfragen. Zu viele Felder kosten auch ernsthafte Interessenten. Bewährt haben sich wenige, aber harte Pflichtfragen: Budgetrahmen, Eigenkapital, Zeithorizont und Wunschzeitpunkt für den Rückruf.

Welche Angaben eine Anfrage tatsächlich verwertbar machen, behandelt der Artikel Qualifizierter Lead: Definition und Abgrenzung.

Unter eigenem Namen, nicht unter fremdem

Ein Punkt, der oft erst spät auffällt: Läuft die Kampagne über die Konten und Seiten eines Dienstleisters, sehen Interessenten ein fremdes Angebot, und die gesamte Sichtbarkeit zahlt auf dessen Marke ein. Wechselt der Dienstleister, ist die aufgebaute Wirkung verloren.

Läuft dagegen alles unter dem eigenen Unternehmensnamen, erkennen Interessenten und Eigentümer sofort, wer hinter dem Angebot steht. Jede Kampagne baut damit die eigene Marke mit auf, und die Werbekonten bleiben Ihr Vermögenswert.

Fazit: Ein Ziel pro Seite

Die Website bleibt die Visitenkarte des Unternehmens, die Landingpage ist das Vertriebsinstrument für ein konkretes Objekt. Beides zu trennen kostet wenig und entscheidet darüber, wie viele der teuer erkauften Klicks tatsächlich zu Anfragen werden.

Wie die Landingpage in ein vollständiges Vermarktungskonzept eingebettet wird, lesen Sie im Artikel Vermarktungskonzept für Neubauprojekte.

Häufige Fragen

Warum sollte eine Objektkampagne nicht auf die eigene Website führen?

Weil die Website auf Navigation und Breite ausgelegt ist. Interessenten müssen dort selbst suchen und vergleichen, was Anfragen kostet. Eine Landingpage führt in einer Linie zu einer einzigen Handlung, der Anfrage zum konkreten Objekt.

Was gehört auf eine Landingpage für ein Immobilienprojekt?

Ein Aufhänger mit Lage, Objekttyp und Preisrahmen, der konkrete Nutzen für die Zielgruppe, Vertrauenselemente zu Anbieter und Ablauf sowie ein Anfrageformular mit wenigen, harten Pflichtfragen.

Sollte die Landingpage unter dem eigenen Unternehmensnamen laufen?

Ja. Läuft sie unter fremdem Namen, zahlt die Sichtbarkeit auf die Marke des Dienstleisters ein und ist bei einem Wechsel verloren. Unter eigenem Namen baut jede Kampagne zugleich die eigene Marke auf.

Albert Rossinski (B.Sc.)

Über den Autor: Albert Rossinski (B.Sc.)

IT, Systeme & Automatisierung

Albert ist der technische Kopf von immocy. Er baut und betreut die komplette Systemarchitektur hinter der Akquise unserer Partner, von CRM-Set-ups über Automationen bis hin zu Lead-Systemen, die auch dann arbeiten, wenn Sie gerade im Termin sind.

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